Verwaltungsvereinbarung zum „Digitalpakt Schule“ steht
Digitales Pexels

Verwaltungsvereinbarung zum „Digitalpakt Schule“ steht

In der gestrigen Sitzung des Haushaltsausschusses wurde die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zum „Digitalpakt Schule 2019-2024“ vorgestellt.

Hierdurch werden die Förderbeträge und die Verteilung auf die Länder endlich konkret und nachvollziehbar. Mittels des geplanten Digitalpakts sollen innerhalb des Zeitraumes von 5 Jahren insgesamt 5 Mrd. Euro in die kommunale Bildungsinfrastruktur fließen, um die Länder bei ihren Investitionen in die Ausstattung mit IT-Systemen und der Vernetzung von Schulen zu unterstützen. Bereits in dieser Legislaturperiode werden davon 3,5 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Finanzschwache Kommunen erhalten eine 90%igen Bundesförderung.

Thüringen wird bis zum Jahr 2025 zweckgebundene Bundesmittel in Höhe von rund 132 Mio. Euro erhalten, deren Vergabe sich an den Grundlagen der jeweiligen Länderprogramme orientiert. Vor der ersten Investition in die neue Ausstattung müssen die Länder ein entsprechendes technisch-pädagogisches Konzept vorlegen.

Die Verwaltungsvereinbarung sieht vor, dass trägerneutral für alle Schulen Investitionen in:

* Aufbau und Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden/ -gelände

* schulisches WLAN

* Aufbau und Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen (z. B. Lernplattformen)

* Anzeige- und Interaktionsgeräte (z. B. interaktive Tafeln)

* Digitale Arbeitsgeräte und schulgebundene mobile Endgeräte (z. B. Laptops, Notebook, Tablets mit Ausnahme von Smartphones)

als besonders förderfähig gelten.

Allgemeinbildende Schulen dürfen bei den Gesamtkosten für mobile Endgeräte den Höchstbetrag von 25 000 Euro bzw. 20 % des Gesamtinvestitionsvolumens pro Schulträger nicht überschreiten. Die Kosten für die professionelle Administration und Wartung der digitalen Infrastrukturen sind ebenfalls förderfähig.

Neben der technischen Ausstattung sollen die Länder gleichzeitig entsprechende Fortbildungen ermöglichen.

Die Thüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann erklärt dazu: „Die Bildungspolitik und das Baurecht bleiben dabei weiterhin in der Verantwortung der Länder. Mit der Verwaltungsvereinbarung haben wir alle formalen notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit der „Digitalpakt Schule“ zügig starten und die finanziellen Mittel fließen können. Wir sind damit einen wichtigen Schritt in Richtung Bildungsoffensive in einer digitalen Wissensgesellschaft für unsere Schulen vorangegangen.“