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2. Bericht der Austauschschülerin Katarina Schmidt aus den USA

Hallo zum zweiten Mal,

Und schon wieder sind 4 Wochen um. Die Zeit rast, und ich bin nur noch 8 Monate hier.
Dieses Mal war es nicht so turbulent wie beim ersten Bericht: Die Bewohnerzahl ist konstant geblieben und es gab auch keinen Aerger mit den Aemtern.
Ich kenne jetzt auch alle anderen Austauschschueler, die an meiner Schule sind. Wir sind insgesamt 5: 2 Maedchen aus Deutschland, ein Maedchen aus der Ukraine, ein Maedchen aus El Salvador und ein Junge aus Brasilien. Wir versuchen oft, gemeinsam etwas zu unternehmen, weil wir schliesslich alle aehnliche Probleme und Interessen haben. Das Ereignis, bei dem wir erstmalig alle 5 zusammen an einem Fleck waren, war das Ballonfest. Dort gab es eine Lichtershow mit 6 Heissluftballons. Allerdings nicht allzu lange, denn der Wind hatte etwas dagegen. Und so fielen 3 Ballons bei einer heftigen Boe um; zwei davon haben es nicht ueberlebt. Einer hat mit einem Baum Bekanntschaft gemacht und der andere mit dem Boden. Es war schon schlimm, wie schnell die Leute ploetzlich rannten und schrien … Ein weiterer Ballon fiel naemlich direkt auf die Zuschauer, aber es ist zum Glück nichts passiert. Danach waren die verbliebenen Ballons in Sekundenschnelle weggepackt und es wurde zum naechsten Programmpunkt uebergegangen - einem wunderschoenen Feuerwerk.
Es folgte die „Spirit Week“. Diese Woche war genau vor dem Homecoming-Wochenende und jeder Tag hatte ein anderes Thema. Ich muss allerdings sagen, dass nicht besonders viele mitgemacht haben. Nur der letzte Tag war, wie er sein sollte: Jede Klassenstufe war in den Klassenfarben gekleidet. Seniors waren rot, Juniors weiss, Sophomore blau und Freshmen waren nicht zu identifizieren (ich tippe auf bunt). Am Ende des letzten Blockes gehoerte die Turnhalle unter Leitung der Seniors (wie bei uns in Deutschland am letzten Schultag der Abiturienten) den Schuelern. Die Cheerleader gaben eine atemberaubende Vorstellung und es folgten Spiele mit den Kapitaenen der Sportmannschaften der Schule.
Dann war es endlich soweit: Wie schon im letzten Bericht angekuendigt, liess Homecoming nicht auf sich warten. Vor 2 Wochen hiess es dann am Freitag abend zurueck zur Schule und das Football Spiel unserer, eigentlich immer siegreichen Blue Streak, anschauen. Ich glaube, das Interessanteste fuer mich waren die Cheerleader, aber das mag daran liegen, dass ich nicht der allergroesste Fan von Football bin.
Am Samstag folgte dann der Homecoming Dance. Es hiess also, sich schickmachen, Fotos schiessen und los ging’s! Von 20.00 bis 23.00 Uhr war die Turnhalle ein Tanzsaal mit gut gekleideten Schuelern und Discomusik. Alles in allem war es recht lustig.
Das letzte Grossereignis, über das ich an dieser Stelle noch berichten moechte, ist das 400-Mann-Picknick. Was so besonders an einem Picknick ist? Eigentlich nichts, es sei denn, die eigene Gastfamilie organisiert das Essen fuer besagte 400 Personen. Es hiess also, gross einkaufen gehen, das ganze Zeug irgendwo im Haus verstauen, auf die Lieferung von Broetchen warten und letztendlich alles vorbereiten. Es wurde gekocht, gebacken und Salate gemischt. Und dann war es auch soweit: Der LKW wurde beladen (nicht die XXL-Ausfuehrung, aber L war schon nicht schlecht) und wir fuhren in den State Park. Dort wurde dann alles aufgebaut: Die Tische gerueckt, das Buffet aufgebaut und Trudy, meine Gastmutter, stand stundenlang hinter dem Grill. Das Ergebnis war toll: Es hat allem mehr als wunderbar gefallen und vor allem geschmeckt. Uns blieb dann nur noch das Aufraeumen…

Mit freundlichen Gruessen,
Katarina Schmidt

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