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Auch die Politik braucht weibliche Kompetenz!

Am 8. Mai ist es wieder soweit. Der Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag geht in die dritte Runde. Das Projekt Girls`Day -Mädchen- Zukunftstag bietet Schülerinnen der fünften bis zehnten Klassen Einblick in Berufsfelder, welche die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung selten in Betracht ziehen.

70 Prozent der Mädchen beschränken sich in ihrer Job-Wahl auf zehn von rund 400 Ausbildungsberufen und schöpfen so das Potential ihrer Talente von vornherein nicht aus.Und das obwohl die junge Frauengeneration in Deutschland über eine besonders gute Schulbildung verfügt. Nach der 14. Shell-Studie streben mehr Mädchen als Jungen eine höhere Bildung an. In der Schulbildung haben sie die Jungen inzwischen sogar überholt. 54,8 Prozent der Abiturienten sind weiblich. Dennoch entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Berufs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für „typisch weibliche“ Berufe.

Den Betrieben aber fehlt gerade in technischen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs. Technische Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren öffnen am 8. Mai ihre Türen für die Mädchen. In Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen wird den Mädchen anhand von praktischen Beispielen gezeigt, wie interessant und spannend die Arbeit sein kann.

Die Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann (CDU) aus Erfurt weist in diesem Zusammenhang auf ein weiteres Betätigungsfeld hin, dass von Frauen weniger reflektiert wird, als von Männern - die Politik. Im Erfurter Stadtrat beispielsweise sind mit 42 Prozent weiblichen Ratsmitgliedern noch überdurchschnittlich viele Frauen vertreten. Hier handelt es sich noch um ehrenamtliche Tätigkeit. Sobald es allerdings um bezahlte Tätigkeiten in der Politik handelt, sieht der Anteil von Frauen schon anders aus. Im Thüringer Landtag sind gar nur 30,6 Prozent der Abgeordneten weiblich, im Deutschen Bundestag nur 32,8%.

„Ich habe in vielen Diskussionen mit Schulklassen die Erfahrung gemacht, dass gerade die Mädchen mit fundiertem Wissen sachlich diskutieren. Das alles sind doch gute Voraussetzungen, für Schritte junger Frauen in die politische Richtung“, so Antje Tillmann vor dem Hintergrund des Girls`Day. „Frau“ müsse sich nur trauen, so die Abgeordnete. Die im kommenden Jahr stattfindendenden Landtags- und Kommunalwahlen sollen hier Anlass sein, sich um politisch engagierte junge Frauen zu bemühen. Zur Unterstützung ist Antje Tillmann gerne bereit.(Telefon: 0361/643 1967)

In ihrem Bürgerbüro in Erfurt setzt sie ohnehin zu hundert Prozent auf weibliche Kompetenz.

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