Steuerpolitik ist Standortpolitik
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Steuerpolitik ist Standortpolitik

Start der Gesprächsreihe zum Unternehmensteuerrecht

Deutschland ist ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort. Damit dies auch so bleibt, muss immer wieder überprüft werden, ob die Rahmenbedingungen den Herausforderungen der heutigen Zeit noch standhalten. Ein wichtiger Standortfaktor ist die Besteuerung von Unternehmen. Zuletzt hatten die USA die Steuerlast für Unternehmen gesenkt. Auch in Europa diskutieren einige Länder wie Frankreich oder Belgien, die Steuersätze für Unternehmen zu senken.

In dieser Woche startet die Gesprächsreihe zur Modernisierung des Unternehmensteuerrechts. Mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung wollen die Finanzpoltiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion über konkreten Handlungsbedarf und Lösungsvorschläge für ein modernes Unternehmensteuerrecht diskutieren. Grundlage der Diskussion ist ein erstes Impulspapier, das von Mitgliedern der AG Finanzen erstellt wurde.

Bis September stehen insgesamt vier Fachgespräche auf der Agenda. Den Anfang machten global agierende Unternehmen. Mit den Leitern der Steuerabteilungen von Audi, Dr. August Oetker, Allianz und BASF wurde über die Herausforderungen der heutigen Zeit gesprochen. In der offenen Diskussion kam auch das Publikum zu Wort und bekräftigte die Forderungen nach einer Reform des Außensteuerrechts oder auch weniger Bürokratie. Insbesondere die unterschiedliche Besteuerung von Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften wurde kritisiert. Hier würde das Impulspapier eine gute Lösung anbieten, die sich in das bestehende Steuersystem problemlos einfügen würde.

Das Gespräch zeigte, dass vor allem die Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, vor besonderen Herausforderungen stehen. Und dabei handelt es sich gerade nicht nur um die sog. Global Player, sondern vor allem auch um mittelständische Familienunternehmen.

Um die spezifischen Herausforderungen für den Mittelstand wird es im nächsten Gespräch gehen, das am 6. Mai 2019 stattfinden wird.